Was ist Glaukom?
Das Glaukom ist eine Augenerkrankung, die durch eine fortschreitende Schädigung des Sehnervs gekennzeichnet ist und häufig mit einem erhöhten Augeninnendruck (IOD) einhergeht. Unbehandelt kann die Erkrankung zu irreversibler Blindheit führen und ist weltweit eine der häufigsten Ursachen für Blindheit.
Welche Arten von Glaukom gibt es?
Offenwinkelglaukom
Am häufigsten. Entwickelt sich langsam, oft zunächst asymptomatisch. Der Fluss der intraokularen Flüssigkeit ist weniger effizient.
Engwinkelglaukom
Seltener, stellt jedoch einen medizinischen Notfall dar. Betroffen sind insbesondere Patienten mit schwerer Weitsichtigkeit oder fortgeschrittenem Katarakt. Zu den Symptomen gehören starke Augenschmerzen, Übelkeit, verschwommenes Sehen und helle Lichthöfe.
Wie wird ein Glaukom diagnostiziert?
- Messung des Augeninnendrucks (Tonometrie)
- Beurteilung des Sehnervs
- Gesichtsfeld (normalerweise zunächst alle 4 Monate)
- Gonioskopie
- Optische Kohärenztomographie (OCT) zur strukturellen Beurteilung des Sehnervs und der Ganglienzellen
Wie wird ein Glaukom behandelt?
Vor der Behandlung eines Glaukoms ist es wichtig zu verstehen, an welcher Art von Glaukom der Patient leidet. Es gibt viele Klassifizierungen:
- Hochdruckglaukom oder Normaldruckglaukom
- Offenwinkel- oder Engwinkelglaukom
- primäres Glaukom oder sekundäres Glaukom
- Glaukom bei Kindern oder Glaukom bei Erwachsenen
Konkret müssen wir bedenken, dass der Augeninnendruck den Hauptrisikofaktor für das Fortschreiten des Glaukoms darstellt und dass wir auf diesen Faktor reagieren können. Leider kann das Glaukom derzeit nicht geheilt und das Glaukom nicht direkt behandelt werden (d. h. eine Schädigung des Sehnervs). Um hohen Druck zu behandeln, muss daher unbedingt festgestellt werden, ob er durch den engen Winkel verursacht wird oder ob es sich um ein Problem mit der Evakuierung des Kammerwassers (vom Auge produzierte Flüssigkeit) oder eine Überproduktion handelt. Bei engem Winkel kann entweder eine Laserbehandlung (Iridotomie bei Patienten <50 Jahre) oder eine frühzeitige Kataraktoperation (Linsenentfernung) durchgeführt werden. Wenn der Winkel offen ist, muss eine Laserbehandlung durch Trabekuloplastik (SLT) oder die Instillation von Augentropfen angeboten werden. Manchmal kann auch eine Kataraktoperation den Druck etwas senken, in anderen Fällen ist eine Glaukomoperation erforderlich.



- Medikamente: blutdrucksenkende Augentropfen
- Laser: Trabekuloplastik oder Iridotomie
- Chirurgie: Trabekulektomie, tiefe Sklerektomie, minimalinvasive Winkelchirurgie, minimalinvasive Chirurgie mit Filterbläschen, Klappen und Drainageimplantaten
Das Glaukom ist eine chronische Erkrankung, die einer regelmäßigen Überwachung bedarf. Eine frühzeitige Erkennung ist für den Erhalt der Sehkraft unerlässlich.