Was ist Strabismus?
Strabismus ist eine Sehstörung, bei der die Augen nicht richtig ausgerichtet sind und in verschiedene Richtungen zeigen: Ein Auge starrt auf das Ziel, das andere blickt woanders hin. Etwa 4 % der Kinder sind davon betroffen.
Kann Strabismus mein Sehvermögen beeinträchtigen?
Die Erkrankung kann zu einer Beeinträchtigung des Sehvermögens führen, wobei die Auswirkungen je nach Alter des Patienten unterschiedlich sein können. Bei kleinen Kindern kann das Gehirn das Bild in einem der Augen unterdrücken, was zu einer Amblyopie (Schwäche des Auges) führen kann, wenn sie nicht bis zum Alter von 7 bis 9 Jahren behandelt wird.
Wie erkennt man einen Strabismus?
Die Augen können nach innen (Esotropie/Konvergenz) oder nach außen (Exotropie/Divergenz) abweichen. Die Manifestationen reichen von kurzen täglichen Ereignissen bis hin zu dauerhaften Lagerungen.
- Strabismus im Kindesalter ist in der Regel primär (kein Zusammenhang mit anderen Gesundheitsproblemen)
- Es kann durch Brechungsfehler verursacht werden, intermittierend oder dauerhaft sein
- Ein Schielen, das im Erwachsenenalter auftritt, ist oft sekundär, nach Trauma, Schlaganfall, Bluthochdruck, Diabetes oder entzündlichen Erkrankungen.
Was sind die Risikofaktoren für Strabismus bei Kindern?
- Unkorrigierte Hyperopie
- Familiengeschichte
- Augenerkrankungen
- Neurologische Erkrankungen
- Probleme mit der Muskelkontrolle
Was sind die Risikofaktoren für Strabismus bei Erwachsenen?
- Kopftrauma
- Geschichte des Strabismus im Kindesalter
- Diabetes, Bluthochdruck
- Muskelerkrankungen
- Hohe Myopie
Unterstützung
- Angepasste optische Korrektur (Brille)
- Verschluss des dominanten Auges zur Behandlung von Amblyopie
- Orthoptische Rehabilitation
- Okulomotorische Muskelchirurgie
Bei Verdacht auf Strabismus sind eine vollständige augenärztliche Untersuchung und eine orthoptische Beurteilung angezeigt.