Was ist das?
Unter Uveitis versteht man eine intraokulare Entzündung der Uvea (Iris, Ziliarkörper, Aderhaut). Sie kann den vorderen Abschnitt (Iris, Ziliarkörper), den Zwischenbereich (Glaskörper), den hinteren Abschnitt (Netzhaut, Aderhaut, Netzhautgefäße) oder alle drei gleichzeitig (Panuveitis) betreffen.
Uveitis stellt häufig die erste Manifestation einer systemischen Entzündung (Sarkoidose, entzündliche Darmerkrankung) oder einer Infektionserkrankung (Syphilis, Tuberkulose) dar. Eine gründliche augenärztliche Untersuchung ist für eine genaue Diagnose und um festzustellen, ob andere Organe betroffen sind, unerlässlich.
Was sind die Symptome einer Uveitis?
Vordere Uveitis
- Augenrötung
- Schmerzen und Photophobie
- Reduzierte Sicht
- Floater
Mittlere/hintere Uveitis
Diese Formen können anfangs asymptomatisch sein und sich in verschwommenem Sehen, Lichtempfindlichkeit, Schwebungen oder Sehstörungen beim Lesen äußern.
Hauptursachen
- Systemische Erkrankungen: Sarkoidose, Morbus Bechterew, Morbus Behçet, entzündliche Darmerkrankungen
- Infektionen: Toxoplasmose, Herpes, CMV, Tuberkulose, Syphilis
- Idiopathisch (ca. 50 % der Fälle)
Unterstützung
Die Abklärung umfasst biologische Tests und eine Netzhautangiographie, wenn eine signifikante Entzündung vorliegt. Die Behandlung wird je nach Ergebnis und lokalem Verlauf angepasst:
- Kortikosteroide (Augentropfen, periokular, systemisch)
- Immunsuppressiva (Methotrexat, Mycophenolat)
- Biotherapien (Anti-TNF, Anti-IL)
Eine langfristige augenärztliche Nachsorge ist erforderlich.