Glaskörper und Netzhaut
Die Netzhaut ist das Nervengewebe, das den Augenhintergrund auskleidet und Licht in Nervensignale umwandelt. Der Glaskörper ist die gelartige Substanz, die den Augenhintergrund ausfüllt. Ihre Pathologien können das Sehvermögen gefährden und einige stellen einen ophthalmologischen Notfall dar.
1. Ablösung des hinteren Glaskörpers
Symptome einer hinteren Glaskörperablösung
Was sind die häufigsten Symptome einer PVD?
Mit zunehmendem Alter löst sich der Glaskörper allmählich von der Netzhaut. Typische Symptome sind das plötzliche Auftreten von Schwebekörpern (Myodesopsie), Lichtblitze und verschwommenes Sehen. Auch wenn sie oft mild sind, können Komplikationen auftreten, die sofortige Behandlung erfordern.
Behandlung der hinteren Glaskörperablösung
Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
Eine unkomplizierte PVD erfordert keine Behandlung. Es wird jedoch eine Überwachung empfohlen, um einen möglicherweise damit verbundenen Netzhautriss zu erkennen.
2. Netzhautablösung (rhegmatogen)
Risikofaktoren für eine rhegmatogene Netzhautablösung
- Hohe Myopie
- Geschichte der Augenchirurgie
- Augentrauma
- Familiengeschichte
Was sind die Symptome einer Netzhautablösung?
Auftreten von Lichtblitzen, Zunahme der Floater, fortschreitender dunkler Schleier im Gesichtsfeld. Augenärztlicher Notfall, der eine sofortige Konsultation erfordert.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei einer Netzhautablösung?
- Laser-Photokoagulation (für Tränen ohne Ablösung)
- Pneumatische Retinopexie
- Vitrektomie
- Sklerale Umreifung
3. Zentrale seröse Chorioretinitis (CRSC)
CRSC: Was ist das?
Ansammlung von Flüssigkeit unter der Makula-Netzhaut, häufig bei jungen Männern unter Stress. Verursacht Sehstörungen und verminderte zentrale Sehschärfe.
Was sind die Risikofaktoren?
- Chronischer Stress
- Kortikosteroide (oral, nasal oder topisch)
- Männlich, Alter 20–50 Jahre
Was sind die Symptome?
Verminderte Sehkraft, Metamorphopsie (Linienverzerrung), Mikropsie (kleiner wahrgenommene Objekte).
Welche Behandlungen gibt es?
Oft spontane Besserung innerhalb von 3 Monaten. Bei chronischer Form: thermischer Laser, PDT (photodynamische Therapie) oder genaue Beobachtung.
Prävention und Beratung
Vermeiden Sie Kortikosteroide, reduzieren Sie Stress und pflegen Sie einen ausgewogenen Lebensstil.
4. Makulaloch
Was ist ein Makulaloch?
Zentrale Perforation der Netzhaut (Makula), die zum Verlust des feinen zentralen Sehvermögens führt. Tritt hauptsächlich nach dem 60. Lebensjahr auf.
Was sind die Symptome?
Dunkler oder verschwommener Fleck in der Mitte des Sichtfeldes, verzerrte gerade Linien.
Welche Therapiemöglichkeiten?
Vitrektomie mit Gas- oder Silikonöltamponade. Hohe Erfolgsquote (>90 %) beim Lochverschluss.
5. Epiretinale Membran
Was ist eine epiretinale Membran?
Faserschleier, der sich auf der Oberfläche der Makula bildet und zu Bildverzerrungen und -verzerrungen führt. Kann mit PVD oder Entzündung verbunden sein.
Welche Behandlungen gibt es?
Überwachung bei leichten Beschwerden. Bei erheblichem Sehverlust: Vitrektomie mit Ablösung der Membran.
6. Netzhautvenenverschlüsse (RVO)
Netzhautvenenverschlüsse: Worüber reden wir?
Verstopfung einer Netzhautvene, die zu Blutungen und Makulaödemen im verschlossenen Venengebiet führt. Kann die Zentralvene (CRVO) oder einen Zweig (OBVR) betreffen.
Was sind die Symptome?
Plötzlicher oder fortschreitender Sehverlust, Gesichtsfelddefizit.
Was sind die Risikofaktoren?
- Hoher Blutdruck
- Diabetes
- Hyperlipidämie
- Glaukom
7. Netzhautarterienverschlüsse (ROA)
Netzhautarterienverschlüsse: Wovon reden wir?
Verschluss einer Netzhautarterie, der zu einer sofortigen Ischämie der Netzhaut führt. Gefäßnotfall, der eine sofortige Behandlung erfordert.
Was sind die Symptome?
Plötzlicher, schmerzloser, einseitiger oder beidseitiger Sehverlust, abhängig vom betroffenen Bereich.
Was sind die Ursachen und Risikofaktoren?
- Embolie (Karotis, Herz)
- Thrombose
- Riesenzellarteriitis
- Bluthochdruck, Diabetes, Blutungsstörungen